Lorenz Lindner

present / past

transition at delikatessenhaus / leipzig
http://delikatessenhaus.com/aussteller/Lorenz%20Lindner/Lorenz%20Lindner.html
noch bis 23.06.2012

am 23.06.2012  15h künstlergespräch…
Mittwoch und Donnerstag: 15 - 17 Uhr Sonnabend von 15 - 18 Uhr und nach Vereinbarung.

transition at delikatessenhaus / leipzig

http://delikatessenhaus.com/aussteller/Lorenz%20Lindner/Lorenz%20Lindner.html

noch bis 23.06.2012


am 23.06.2012  15h künstlergespräch…

Mittwoch und Donnerstag: 15 - 17 Uhr
Sonnabend von 15 - 18 Uhr
und nach Vereinbarung.

Kunst-Kunst. Von hier aus betrachtet! - gruppenausstellung in der galerie für zeitgenössische kunst, leipzig
31.03.2012 – 19.08.2012,

GfZK-1
Eröffnung am 30.03.2012, 19 Uhr
In Zusammenarbeit mit zehn Leipziger Institutionen zeigt die Ausstellung verschiedene Umgangsformen mit zeitgenössischer Kunst. In drei sechswöchigen Abschnitten erhalten wir Einblicke in jeweils drei bis vier Institutionen bzw. Vereine.
photo kommt!

http://www.gfzk-leipzig.de/gfzkhome/?p=16187

Over and Out - Gruppenausstellung mit Henriette Grahnert, Paul Philipp Heinze, Andy Kania, Jirka Pfahl, Kristina Schuldt, Ronny Szillo
bei Glue at Schaufenster (Berlin)
24.06. bis 28.06.2011
http://www.party-arty.de/2011/06/22/over-and-out-glue-schau-fenster/

Over and Out - Gruppenausstellung mit Henriette Grahnert, Paul Philipp Heinze, Andy Kania, Jirka Pfahl, Kristina Schuldt, Ronny Szillo

bei Glue at Schaufenster (Berlin)

24.06. bis 28.06.2011

http://www.party-arty.de/2011/06/22/over-and-out-glue-schau-fenster/

07.01.2012 - 11.02.2012
DISCOINFERNO at Potential at Galerie Rothamel

07.01.2012 - 11.02.2012

DISCOINFERNO at Potential at Galerie Rothamel

Going Places - Ausstellung im Kunsthaus Erfurt
24.05. – 24.06.2011
http://www.kunsthaus-erfurt.de/exhibitions/going-places/
Tina Schulz schreibt:
Hey you! oder: geloopter Eskapismus taugt nicht mehr als solcher
Die Installationen und Einzelobjekte, die Lorenz Lindner herstellt, haben, wenn sie im musealen Kontext angekommen sind, bereits ein langes erlebnisreiches Leben hinter sich. Die Materialien, die er auswählt, sind abgenutzt, weggeworfen und ärmlich: alte Kartons und Pressholzreste, Bierkästen, Metallschrott oder Fernseher vom Sperrmüll. Aus diesen Materialien baut Lindner Objekte und Installationen, die in spezifischen Kontexten benutzt werden oder konkrete Situationen imitieren: Tische, Tanzböden, Spielautomaten, Klimaanlagen, Werbedisplays, Schaukästen, diverse Bars, ein Café, ein Fitnessstudio, eine Autowerkstatt, einen ganzen Straßenzug. Zusätzlich produziert Lindner Videos, die in die installativen Szenerien seiner Ensembles integriert werden. In ihnen sieht man auf ein Minimum an Handlung reduzierte Clips, deren Typik aus Filmen der 60er und 70er Jahre stammen könnte, und in denen meist der Künstler selbst als einziger Protagonist auftaucht. Diese loops sind eingespielte Reminiszenzen, die das Grundrauschen in Lindners Installationen verstärken. Dieses Grundrauschen ist die Sehnsucht nach der Teilhabe an einer vergangenen, wenn nicht schon immer illusionären Erfahrungswelt, nach dem kommunikativen Ereignis, nach flüchtigen Momenten größter Intensität, nach der Party, der Extase. “Disco Inferno”, ein Objekt bestehend aus einem Besenstil und einer zweiteiligen Pappfläche, auf die ungelenk die titelgebenden Worte gesprüht sind, verweist auf diese Momente: Das „Disco Inferno“ war ein legendärer Club, eine “liebevoll in Szene gesetzte temporäre Ausnahmezone”, an die Lindner hier demonstrativ erinnert und die er somit als wichtigen Bezugspunkt in sein Werk integriert. Die Gebrauchsspuren am Objekt führen die Betrachter also zum einen zurück in das Atelier des Künstlers, in den Bereich ästhetischer Auswahlkriterien für Materialien und der Transformationen, die er an ihnen vornimmt; und zum anderen in einen performativen Bereich, der im Werk von Lorenz Lindner viel Raum einnimmt. Der “Kleine Tisch”, ein schrundiges Monstrum bestehend aus zwei aufeinandergesetzten Pappkartons und einer dünnen Preßspanplatte, die durch Paketklebeband zusammengehalten sind, ist ebenso beispielhaft für diese transformatorische Laufbahn von Lindners Objekten. Die Alltäglichkeit der Materialien und der rasche, improvisatorische Zugriff auf sie legt nahe, dass dieses Objekt nicht um seiner selbst Willen, sondern für einen schnellen Einsatz in einer bestimmten Situation konzipiert und hergestellt wurde: um, wie Lindner es selbst formuliert, “Mittel der Kommunikation” und konkret “Mittelpunkt interessanter Zusammenkünfte im Atelier” zu sein. Der “Kleine Tisch” ist ein Gebrauchsobjekt, das in der täglichen Nutzung einem Abnutzungsprozess unterlag, der jedoch nun zwangsläufig gestoppt, eingefroren und archiviert ist. Was also bleibt im musealen Kontext vom Kommunikationsangebot, von der Teilhabe am Illusorischen und vom Spiel mit dem anderen Leben? Während Lorenz Lindner aka DJ MixMup regelmäßig in die Sphäre von Live-Performance und Inszenierung herüberwechselt und in den flüchtigen Ereignissen einer Clubnacht Momente von Intensität provoziert, während er in selbstgebauten Environments als Protagonist auftritt und seine begehbaren Bilder mit typisierten Figuren und Handlungsmustern doppelt, so bilden dennoch seine Installationen, Ensembles und Objekte ein ambivalentes Angebot an die Betrachter: sie laden einerseits dazu ein, sie zu betreten und eventuell sogar zu benutzen und somit für einen kurzen Moment Teil des inszenierten Bildes zu sein – andererseits spricht ihr Äußeres und ihre Materialität von Umständen, die unwiederbringlich dahin und der direkten Erfahrung längst entzogen sind, bzw. von Ereignissen, die in einem weitaus anderen Umfeld zu finden sind, als es das Kunstfeld im Allgemeinen darzustellen in der Lage ist. Es ist jedoch genau dieser Moment der Distanzierung vom authentischen Objekt, diese in der Ausweglosigkeit einer Endlosschleife ausgestellte Reminiszenz, die eine identifikatorische und möglicherweise eskapistische Lesart unmöglich macht und vielmehr in der unheimlichen Präsenz des deplatzierten Objekts und der Imitation eine besondere Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment provoziert.
Tina Schulz 2011

Going Places - Ausstellung im Kunsthaus Erfurt

24.05. – 24.06.2011

http://www.kunsthaus-erfurt.de/exhibitions/going-places/

Tina Schulz schreibt:

Hey you! oder: geloopter Eskapismus taugt nicht mehr als solcher

Die Installationen und Einzelobjekte, die Lorenz Lindner herstellt, haben, wenn sie im musealen Kontext angekommen sind, bereits ein langes erlebnisreiches Leben hinter sich. Die Materialien, die er auswählt, sind abgenutzt, weggeworfen und ärmlich: alte Kartons und Pressholzreste, Bierkästen, Metallschrott oder Fernseher vom Sperrmüll. Aus diesen Materialien baut Lindner Objekte und Installationen, die in spezifischen Kontexten benutzt werden oder konkrete Situationen imitieren: Tische, Tanzböden, Spielautomaten, Klimaanlagen, Werbedisplays, Schaukästen, diverse Bars, ein Café, ein Fitnessstudio, eine Autowerkstatt, einen ganzen Straßenzug. Zusätzlich produziert Lindner Videos, die in die installativen Szenerien seiner Ensembles integriert werden. In ihnen sieht man auf ein Minimum an Handlung reduzierte Clips, deren Typik aus Filmen der 60er und 70er Jahre stammen könnte, und in denen meist der Künstler selbst als einziger Protagonist auftaucht.
Diese loops sind eingespielte Reminiszenzen, die das Grundrauschen in Lindners Installationen verstärken. Dieses Grundrauschen ist die Sehnsucht nach der Teilhabe an einer vergangenen, wenn nicht schon immer illusionären Erfahrungswelt, nach dem kommunikativen Ereignis, nach flüchtigen Momenten größter Intensität, nach der Party, der Extase.
“Disco Inferno”, ein Objekt bestehend aus einem Besenstil und einer zweiteiligen Pappfläche, auf die ungelenk die titelgebenden Worte gesprüht sind, verweist auf diese Momente: Das „Disco Inferno“ war ein legendärer Club, eine “liebevoll in Szene gesetzte temporäre Ausnahmezone”, an die Lindner hier demonstrativ erinnert und die er somit als wichtigen Bezugspunkt in sein Werk integriert.
Die Gebrauchsspuren am Objekt führen die Betrachter also zum einen zurück in das Atelier des Künstlers, in den Bereich ästhetischer Auswahlkriterien für Materialien und der Transformationen, die er an ihnen vornimmt; und zum anderen in einen performativen Bereich, der im Werk von Lorenz Lindner viel Raum einnimmt. Der “Kleine Tisch”, ein schrundiges Monstrum bestehend aus zwei aufeinandergesetzten Pappkartons und einer dünnen Preßspanplatte, die durch Paketklebeband zusammengehalten sind, ist ebenso beispielhaft für diese transformatorische Laufbahn von Lindners Objekten. Die Alltäglichkeit der Materialien und der rasche, improvisatorische Zugriff auf sie legt nahe, dass dieses Objekt nicht um seiner selbst Willen, sondern für einen schnellen Einsatz in einer bestimmten Situation konzipiert und hergestellt wurde: um, wie Lindner es selbst formuliert, “Mittel der Kommunikation” und konkret “Mittelpunkt interessanter Zusammenkünfte im Atelier” zu sein. Der “Kleine Tisch” ist ein Gebrauchsobjekt, das in der täglichen Nutzung einem Abnutzungsprozess unterlag, der jedoch nun zwangsläufig gestoppt, eingefroren und archiviert ist.
Was also bleibt im musealen Kontext vom Kommunikationsangebot, von der Teilhabe am Illusorischen und vom Spiel mit dem anderen Leben? Während Lorenz Lindner aka DJ MixMup regelmäßig in die Sphäre von Live-Performance und Inszenierung herüberwechselt und in den flüchtigen Ereignissen einer Clubnacht Momente von Intensität provoziert, während er in selbstgebauten Environments als Protagonist auftritt und seine begehbaren Bilder mit typisierten Figuren und Handlungsmustern doppelt, so bilden dennoch seine Installationen, Ensembles und Objekte ein ambivalentes Angebot an die Betrachter: sie laden einerseits dazu ein, sie zu betreten und eventuell sogar zu benutzen und somit für einen kurzen Moment Teil des inszenierten Bildes zu sein – andererseits spricht ihr Äußeres und ihre Materialität von Umständen, die unwiederbringlich dahin und der direkten Erfahrung längst entzogen sind, bzw. von Ereignissen, die in einem weitaus anderen Umfeld zu finden sind, als es das Kunstfeld im Allgemeinen darzustellen in der Lage ist. Es ist jedoch genau dieser Moment der Distanzierung vom authentischen Objekt, diese in der Ausweglosigkeit einer Endlosschleife ausgestellte Reminiszenz, die eine identifikatorische und möglicherweise eskapistische Lesart unmöglich macht und vielmehr in der unheimlichen Präsenz des deplatzierten Objekts und der Imitation eine besondere Aufmerksamkeit für den gegenwärtigen Moment provoziert.

Tina Schulz 2011

Down South - Ausstellung bei Bruch und Dallas in Köln
16.04. - 14.05. 2010
mehr:
http://www.bruchunddallas.de/2010/Lorenz/

Down South - Ausstellung bei Bruch und Dallas in Köln

16.04. - 14.05. 2010

mehr:

http://www.bruchunddallas.de/2010/Lorenz/

Hosen und Tshirts - Ausstellung im Mzin Laden
11.03. bis 05.04.2010
http://www.mzin.de
ich arbeite ja eigentlich ziemlich undefinierbar zwischen vielen feldern kreativen ausdrucks. so ist das ganz grob gesagt auf der einen seite musik und auf der anderen seite kunst. musik im musikraum und kunst im kunstraum. im mzin werden gestalterische positionen behandelt, die vor allem auch unter dem gesichtspunkt “pop” ausgewählt werden. meine arbeiten sollen eigentlich überhaupt gar nicht so “pop” sein.  meine arbeiten sollen auch nicht unbedingt “trendy” sein. sie sind eine interpretation meiner umwelt und für mich Bestandteil einer von mir konstruierten Welt, in der ich lebe. sie sind ergebnisse meiner persönlichen alltäglichen obsessionen. ich versuche mich in bezug auf meine arbeiten von begriffen wie “trash” “design” & “DIY” zu distanzieren - zugleich steckt natürlich alles irgendwie mit drin. warum ich mich da distanziere liegt daran das die dinge offener gesehen werden sollen. ich finde es interessant wenn man etwas nicht einordnen kann, oder etwas auf den ersten blick eine bestimmte assoziation hervorruft, beim genauen hinschauen sich aber noch ganz andere verknüpfungen auftun. wenn ich im mzin ausstelle, dann ist das für mich eine premiere - da sehe ich ganz klar einen raum, der weniger was mit bildender Kunst am hut hat als mit design. dadurch entsteht eine reizvolle situation…

Hosen und Tshirts - Ausstellung im Mzin Laden

11.03. bis 05.04.2010

http://www.mzin.de

ich arbeite ja eigentlich ziemlich undefinierbar zwischen vielen feldern kreativen ausdrucks. so ist das ganz grob gesagt auf der einen seite musik und auf der anderen seite kunst. musik im musikraum und kunst im kunstraum.
im mzin werden gestalterische positionen behandelt, die vor allem auch unter dem gesichtspunkt “pop” ausgewählt werden. meine arbeiten sollen eigentlich überhaupt gar nicht so “pop” sein.  meine arbeiten sollen auch nicht unbedingt “trendy” sein. sie sind eine interpretation meiner umwelt und für mich Bestandteil einer von mir konstruierten Welt, in der ich lebe. sie sind ergebnisse meiner persönlichen alltäglichen obsessionen.
ich versuche mich in bezug auf meine arbeiten von begriffen wie “trash” “design” & “DIY” zu distanzieren - zugleich steckt natürlich alles irgendwie mit drin. warum ich mich da distanziere liegt daran das die dinge offener gesehen werden sollen. ich finde es interessant wenn man etwas nicht einordnen kann, oder etwas auf den ersten blick eine bestimmte assoziation hervorruft, beim genauen hinschauen sich aber noch ganz andere verknüpfungen auftun. wenn ich im mzin ausstelle, dann ist das für mich eine premiere - da sehe ich ganz klar einen raum, der weniger was mit bildender Kunst am hut hat als mit design. dadurch entsteht eine reizvolle situation…

rss | archive

all rights by lorenz lindner contact@zyklorenz.com